Schärfeskala

Ursprüngliches Verfahren nach Scoville
Wilbur L. Scoville beschrieb eine Vorgehensweise zur Bestimmung des Capsaicin-Gehalts durch Verdünnen und Verkosten. Probanden verkosteten eine immer weiter verdünnte Lösung der zu untersuchenden Probe um auszusagen, ob sie Schärfe feststellen konnten oder nicht. Der Grad der Verdünnung, bei dem keine Schärfe mehr festzustellen war, wurde als Scoville-Grad (SCU für Scoville Units) angegeben. Paprika ohne Schärfe haben somit den Scoville-Grad 0, reines Capsaicin zwischen 15.000.000 und 16.000.000 Scoville. Capsaicin in Reinform findet unter anderem in Wärmpflästern und -salben Anwendung.

Andere Skalen zur Schärfeangabe
Eine recht gebräuchliche Skala, die wahrscheinlich aus Mexiko stammt, ist eine subjektiv bestimmte Einordnung in ganzzahlige Werte von 1 bis 10. Oft wird die Schärfe von frischen Chilis, Chilipulvern und -saucen sowie Gewürzmischungen mit diesen Werten angegeben. Um noch weitere Genauigkeit und Differenzierungsmöglichkeiten zu ermöglichen, werden die Werte zum Teil noch mit "+" ergänzt. Eine Angabe von höheren Schärfegraden, wie beispielsweise von reinem Capsaicin, ist mit dieser Skala nicht möglich und auch nicht sinnvoll, da von Menschen extrem hohe Capsaicin-Konzentrationen nicht unterschieden werden können.