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Capsaicin
- der scharfe Bestandteil
Allgemeines
Die Schärfe ergibt sich aus dem enthaltenen Capsaicin. Capsaicin
ist ein aus Pflanzen der Gattung Capsicum, einer Unterart der Nachtschattengewächse
(ähnlich Paradeiser), gewonnenes Alkaloid. Capsaicin und andere aus
Capsicum gewonnene, Schärfe verursachende Stoffe, werden als Capsaicinoide
bezeichnet. Capsaicinoide sind farblos. Sie können durch Kochen oder
Einfrieren nicht zersetzt werden. Capsaicin ist ein Vanillylamid der 8-Methylnon-6-ensäure
(4-hydroxy-3-methoxybenzylamin).
Eigenschaften
Capsaicinoide sind sowohl in Fett als auch in Alkohol, nicht
aber in Wasser löslich. Daher macht es keinen Sinn, nach dem Kontakt
mit Capsaicin Unmengen an Wasser zu trinken. Besser geeignet wären
Milch, Käse, Joghurt oder andere fetthaltige Produkte. Festgestellt
wurde auch, dass eine 10-prozentige Zuckerlösung genauso effektiv
ist wie Milch. Zucker oder Tomatensaft in sehr scharfen Speisen reduzieren
die Schärfe ebenfalls. Brennen der Haut kann durch Einreiben mit
Alkohol gestoppt werden. Bei Reizung empfindlicher Körperteile (Geschlechtsteile,
Augen) hilft etwas Speiseöl.Capsaicinoide reizen die schmerzspezifischen
Rezeptoren, welche im Normalfall auf Hitze oder chemische Reize reagieren.
Dadurch kommt es zu der Empfindung "heiß" bzw. "scharf".
Genau das Gegenteil bewirken beispielsweise Hustenbonbons (Menthol!).
Da es bei der entstehenden "Hitze" zu einer Steigerung der lokalen
Durchblutung kommt, wird dem Capsaicin auch eine durchblutungsfördernde
Wirkung zugesprochen (z.B. Wärmepflaster).
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